Pflegekammer Rheinland-Pfalz bricht Mitgliederbefragung ab
Der Ärger um die Mitgliederbefragung zur Zukunft der Pflegekammer Rheinland-Pfalz eskaliert weiter: Die Vertreterversammlung hat das Votum abgebrochen. Das höchste Gremium der Kammer entschied am Dienstag mehrheitlich, die Befragung nicht fortzuführen. Zuvor hatte es massive Kritik an der Durchführung gegeben, zudem war ein Vorstandsmitglied aus Protest zurückgetreten.
Bis gestern hatten 5.600 Mitglieder an der Befragung teilgenommen, wie die Pflegekammer in einer Pressemitteilung mitteilte. Dies sei "trotz eines schwierigen Starts eine hohe Beteiligung". Dies zählt jetzt jedoch nicht mehr. "Die erhobenen Daten werden nun durch das beauftragte Softwareunternehmen vollumfänglich gelöscht", schreibt die Pflegekammer weiter.
Ausschlaggebend für diese Entscheidung war die aufgeheizte Stimmung. Das Verfahren sei durch politische Einflussnahme im Umfeld des Wahlkampfes sowie durch anhaltende öffentliche Diskussionen erheblich belastet gewesen, sagt Kammerpräsident Markus Mai. Zudem hätten technische und organisatorische Probleme die Zweifel an der Aussagekraft verstärkt. Die Befragung habe somit kein verlässliches Stimmungsbild liefern können, das als tragfähige Grundlage für die Zukunft der Pflegekammer Rheinland-Pfalz dienen sollte.