Katholischer Pflegeverband warnt vor Aus für Pflegekammer
Die Debatte um die Zukunft der Pflegekammer in Rheinland-Pfalz spitzt sich zu: Während CDU und SPD laut Koalitionsvertrag eine neue Abstimmung über die Kammer planen, warnt der bundesweit tätige Katholische Pflegeverband (KPV) vor einer "widersprüchlichen Pflegepolitik". Wer die Pflege stärken wolle, dürfe ihre Selbstverwaltung nicht infrage stellen.
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Sollten die Kammermitglieder gegen die Pflegekammer stimmen, wollen CDU und SPD ihre Auflösung gesetzlich ermöglichen. Für den Katholischen Verband ist das ein falsches Signal. Einerseits betone die Politik die Bedeutung der Pflege und wolle den Beruf attraktiver machen, andererseits stelle sie die zentrale berufspolitische Vertretung infrage. Das sei widersprüchlich und schwäche die Selbstverwaltung der Pflege, so der Verband für Pflegefachkräfte.
Zugleich räumt der Verband Probleme bei der Kammer ein – etwa Vertrauensverlust und Kommunikationsdefizite. Diese müssten aufgearbeitet werden. Eine Abschaffung sei jedoch keine Lösung. Nach Einschätzung des Pflegeverbands hätte ein Ende der Kammer Folgen über Rheinland-Pfalz hinaus. Gerade wegen des Fachkräftemangels und des demografischen Wandels brauche die Pflege eigenständige Strukturen und eine starke Stimme.