KDA plädiert für teilweise einkommensabhängige Eigenanteile
Das Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA) hat zur langfristigen Finanzierung der Pflegekosten ein Diskussionspapier erstellt. Die Autoren Thomas Klie, Michael Ranft und Nadine-Michèle Szepan schlagen eine einkommens- und vermögensabhängige Begrenzung der Eigenanteile in der stationären Pflege vor. Zudem schreiben sie, dass eine Reform nur gelingen kann, wenn sie in einen größeren Kontext gestellt werde und Reformen der Krankenversicherung, der Alterssicherung und des Sozialstaats insgesamt eingeleitet würden.
Das Papier trägt den Namen "Pflegeversicherung und soziale Gerechtigkeit – Neue Denkansätze für eine Lösung der Heimkostenfrage" und wurde auf dem Hauptstadtkongress Ende Juni vorgestellt. Der sogenannte Sockel-Spitze-Tausch würde die Kosten nur auf andere Beitragszahler verlagern, ist also für die Autoren des KDA keine Lösung. Zur besseren Einordnung ihrer eigenen Reformvorschläge geben die Autoren einen Überblick wie die Pflegefinanzierung in anderen europäischen Ländern aufgestellt ist.
Im Wesentlichen fordern die Autoren Klie, Ranft und Szepan in ihrem Diskussionspapier zur Reform der Pflegeversicherung drei Punkte. Erstens eine einkommensabhängige Begrenzung der Eigenanteile innerhalb der Pflegeversicherung; zweitens eine Reform der Hilfe zur Pflege im Sozialhilferecht und drittens ein integriertes Bundespflegegesetz.